Kunstkurs Roth

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Der Kunstkurs von Frau Roth setzt das Thema „ Grenzerfahrung“  im Atelierhaus in Darmstadt um. Wir bekommen,  sowohl  von Frau Roth als auch vom Künstler Wolfgang Blauert hilfreiche Ratschläge, Ideen und Unterstützung.  In den ersten Kunststunden sammelten wir Schlagwörter, die uns zu dem Thema einfielen, vergleichbar mit einem Brainstorming. Hierzu fiele uns Begriffe wie „Liebe“, „Fliegen“, „Träume“, „Achterbahn“ und „Tod“ ein. Nun konnten wir unsere Vorstellungen in den eigenen Kunstwerken frei umsetzen.

In der ersten Phase arbeiteten wir mit der Zufallstechnik Decalcomanie, bei diesem Verfahren werden die Farben frei und zufällig in verschiedenen Dichten auf einer Folie aufgetragen. Die Folie kann nochmal geklappt werden, dadurch entstehen Zufallsstrukturen. Diese werden dann auf ein Blatt Papier gedruckt. Nun beginnt der eigentliche Prozess der kreativen Gestaltung. Mit einer Glasfeder, Tinte und Pinsel können die Werke nachbearbeitet werden und es entstehen Gestalten wie Tiere, Menschen oder Landschaften.

In der zweiten Phase lernten wir das Holzschnittverfahren kennen.  Zu allererst sammelten wir Motivideen zum Thema „ Grenzerfahrung“. Hierzu haben wir im Internet und in der freien Natur recherchiert auch eigene Erfahrungen konnten als Motiv verwendet werden. Nach reichlicher Überlegung hat sich jeder Schüler für ein Motiv entschieden und dieses mit Bleistift auf ein Blatt übertragen, dadurch kann das Motiv nach Belieben verändert werden. Dann wird die Zeichnung auf eine Lindensperrholzplatte übertragen. Nun schneidet man mit dem Kerbschnitzmesser die Umrisse der Zeichnung auf dem Lindensperrholz entlang. Die Breite und Tiefe der Umrisse können somit bei jedem Schüler variieren.  Dies bewirkt, dass an der Stelle, an denen das Holz herausgeschnitten wurde, keine Farbe angenommen wird. Der Druck erfolgt, indem die Lindensperrholzplatten mit Farbwalzen und Ölfarben nach Belieben eingefärbt werden. Auf die farbige Platte wird nun ein Blatt gelegt, das nun von einer großen Walze überrollt wird, dadurch überträgt sich die Farbe auf das Papier. Danach zieht man das Blatt vorsichtig ab und lässt es trockenen. Dieses Druckverfahren kann mehrmals ausgeführt werden, somit können für die Zeichnung mehrere Farben verwendet werden.

In der dritten Phase lernten wir das Verfahren Cyanotypie kennen. Dabei werden zwei Chemikalien in destilliertem Wasser gelöst, in dem Moment, in dem sie gemischt werden, werden sie lichtempfindlich (UV-Licht). Damit werden Papiere eingestrichen und trocken gelassen. Um diese Papiere belichten zu können, benötigt man eine fotografische Vorlage. Von diesen Aufnahmen wird ein Negativ  mittels Tintenstrahldrucker auf die Folien gedruckt. Dieses legen wir dann auf die eingestrichenen Papiere und dann für eine halbe Stunde in die Sonne. Anschließend werden die Papiere in kaltem Wasser für etwa drei Minuten ausgewaschen. Zur Beschleunigung der intensiven Blaufärbung wird kaltes Wasser mit Wasserstoffperoxid gemischt. In diese Lösung werden die Papiere für eine Minute eingelegt und mit klarem Wasser ausgewaschen.

Was wird in eurer Gruppe gemacht?

Wir machen Kunst, aber nicht im herkömmlichen Sinn, wie im Kunstunterricht der letzten Jahre, sondern mit neuen Techniken, die ich vorher auch noch nicht kannte.

Zuerst spritzen wir Farben auf eine Folie und knicken diese anschließend, sodass ein individuelles Bild entsteht.

Gab es besondere Ereignisse in eurer Gruppe?

Ja, die gab es. Einmal haben wir in Frankfurt im Städel Museum die

„Emil Nolde“- Ausstellung besucht. Dies war eine gelungene Abwechslung zum normalen Unterricht. Die Kunstwerke bewegten jeden auf eine andere Art.

Habt ihr das Thema „Grenzerfahrung“ bis jetzt auch gut umgesetzt?

Ja, wir sind durch Darmstadt gelaufen und haben Fotos von Motiven gemacht, die wir persönlich mit dem Thema „Grenzerfahrungen“ verbinden. Beispielsweise etwas Verbotenes machen oder das Überwinden einer Barriere. Anschließend ritzten wir das Bild in Holz, bemalten es und druckten es auf Papier. Das ganze nennt sich „Holzdruck“.

Conni Roth, Lehrkraft

Wann: Wöchentlich freitags 13:15-14:45

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